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vom 28.01.2008:
Narren
feierten mit neuem Konzept
NGV-Karneval ging unter dem Motto »Oalles wird
good« in die 48. Runde
sib
Netphen. Nichts ist für die
Ewigkeit, nichts bleibt, wie es einmal war. Dementsprechend hatte sich
auch am Konzept der Karnevalsfeier des Netphener Gesangvereins 1861 (NGV)
einiges geändert: Ohne Elferrat, dafür mit fröhlichem Fünfergestirn,
ohne Einmarsch, dafür mit vielen bunten Programmpunkten, einem neuen
Zeremonienmeister und mit neuem Ratspräsidenten ging der NGV-Karneval in
der Georg-Heimann-Halle in seine 48. Runde.

Das fanden die einladenden Narren offenbar richtig prima, denn ihr Motto
2008 lautete »Oalles wird good«. Darauf deutete schon am Anfang beim
Tanz der NGV-Funken in ihren adretten blau-weißen Kostümen alles hin.
Danach war es Zeit für das erste »Netphen Helau« des Abends und der neue
Präsident Gundolf Cargnino übte in der Folge mit den feierwilligen
Gästen schon mal die Applausrakete. Selbst die ist anders geworden, denn
sie hat neben den angestammten Stufen eins bis drei – als da sind
Klatschen, Trampeln und Pfeifen – , noch eine vierte obendrauf bekommen,
nämlich Aufstehen und »Das war Spitze!« rufen.
Dazu hatten die Närrinnen und Narren auch jede Menge Anlass. Zum
Beispiel nach der Büttenrede von Dieter Bruch, der sich in diesem Jahr
als »En Netpher Landwirt« präsentierte. Der hat natürlich die Zeichen
der Zeit nicht mitbekommen und will sich erst mal ein Pfeifchen in der
Halle anzünden. Das ging natürlich gar nicht und so bekamen das
Nichtraucherschutzgesetz und seine Auswirkungen in der Stadt Netphen
erst mal ihr Fett weg. Einige Neckereien und Schwiegermutter-Witze
später war es an den »Köpfchenkickers« aus Siegen, den Saal mit
stimmigen Schunkelhits zu beschallen und so kam es dann auch, dass die
erste Polonaise durch den Saal defilierte. Viele weitere sollten folgen.
Live aus dem Seniorenstift »Find dein Glück« berichtete Silvia Schäfer
als Büttenrednerin. Von Tücken und Fallstricke des Älterwerdens handelte
ihre Rede und dabei hielt es sie nicht auf der Bühne, sondern sie bezog
das Publikum mitten im Saal in ihre Show mit ein. Weiter macht die
NGV-Tanzgruppe »Domino«, die in diesem Jahr ein inoffizielles Jubiläum
feiern kann: Anno 1988 zeigte sie ihren ersten Funkentanz beim NGV und
die Sängerschar ist stolz auf ihre muntere Tanzgruppe. Im weiteren
Verlauf des Abends war sie noch einmal mit einem spanischen Tanz zu
sehen.
Erstmals zu Gast beim närrischen NGV-Treiben
war die Männertanzgruppe im TV Burbach-Holzhausen. Die gibt es immerhin
schon seit 17 Jahren und aus dieser Zeit zeigten sie gesammelte Werke,
ein tänzerisches »best of« sozusagen. Auch der Zillertaler Volkstanz der
Herren aus dem südlichen Siegerland, bei dem einige als kernige
Bayern-Burschen und die anderen als Mädels verkleidet waren, kam bei den
Netphenern richtig gut an. Nach einer weiteren Schunkelrunde
mit der bewährten Show-Band »The Peanuts« punktete Elke Späth mit ihren
Büttenrede »Mensch, du wirst alt«, bei der sie die Verdrießlichkeiten
des Menschen in den Jahren aufs Korn nahm. »Die Fünf Flops« aus Netphen
bestritten den letzten Programmpunkt vor dem großen Finale mit allen
Akteuren und machten mit ihrer markanten Mischung aus selbst getexteten
Liedern, Flachsereien und unverwechselbarem Äußeren mal wieder einiges
her.
Damit die Veranstaltung auch reibungslos ablief, gab es eine gut
durchdachte Organisation. Die Programmgestaltung war ein närrisches
Produkt des Vergnügungsausschusses unter Leitung von Dieter Zamponi.
Fünferrats-Präsident Gundolf Cargnino wurde unterstützt von Tobias
Siegert, Beate Vitt, Dorothée Spies und Klaus André. Als
Zeremonienmeister trat Michael Witzmann auf. Ton und Beleuchtung
regelten Alexander und Sebastian Schäfer. Um Theke und Küche kümmerte
sich das Team vom Schützenverein »Zur Sandhelle« Brauersdorf. Käthe und
Heinz Kämpfer, Marlies und Hans Hermann Kühn sowie Rodica Banc zogen
ebenfalls erfolgreich mit an den organisatorischen Strippen. |